Archiv für die Kategorie "Real Life"

Selbstbewußtseins-Schub

von Khark am 25. Juni 2009 um 16:29 Uhr

Drei Firmen, bei denen man sich vor gut 2 Monaten beworben hatte, an einem Tag eine Absage erteilen zu müssen. (Die melden sich erst JETZT…)

Ja, das steigert das Selbstbewußtsein doch etwas :-)

Und eine Wohnung in Karlsruhe hab ich auch schon zu 99% :-P

Politik-Neusprech für Fortgeschrittene

von MichiK am 25. Juni 2009 um 16:01 Uhr

Mal was anderes als die aktuelle Zensursula-Debatte: Hier in Leipzig gibt es seit einer Weile das Projekt Autoarme Innenstadt. Gut, die Idee, die Autos aus der Innenstadt rauszuhalten, aber jetzt haben sie letztens im Zuge dieses Konzepts das Radfahren in weiten Teilen der Innenstadt verboten. Zitat aus der LVZ:

“Der Maßnahmeplan basiert auf dem Konzept zur autoarmen Innenstadt, das der Stadtrat im Dezember 2008 beschlossen hatte”, erläutert Höfer. Darin heißt es: Ziel ist, “das Stadtzentrum schrittweise vom fließenden und ruhenden KFZ-Verkehr zu entlasten, um die Aufenthalts- und Erlebnisqualität für Gäste und Bewohner spürbar zu verbessern.” Als erster Schritt wurde kürzlich das Radfahren in Fußgängerzonen am Tage verboten.

Kann mir da mal bitte jemand den Zusammenhang erläutern? Fahrräder? KFZ?

Davon abgesehen ist diese Sperrung von großen Teilen der Innenstadt für Radfahrer der Attraktivität der Stadt für Radfahrer außerordentlich abträglich. Wer auf der Ost-West-Achse oder Nord-Süd-Achse quer durch die Stadt will, muss große Umwege fahren. Das an sich wäre ja noch halbwegs erträglich, aber große Teile dieser Strecken sind nicht ordentlich mit Radwegen ausgestattet…

Schluss! Aus! Ende! Es ist vorbei!

von Khark am 10. Juni 2009 um 01:03 Uhr

Seit heute darf ich mich als vollständig ausgebildeter “Fachinformatiker Fachrichtung Systemintegration” bezeichnen.

Bin ich froh das dieses Kapitel endlich vorbei ist :-)

Und morgen heute (ist ja schon 1 Uhr o.O) dann gleich zum Arbeitsamt um die ganzen Formalitäten wegen Ausbildungsende, etc. zu regeln. *narf*

Abschied und Aufbruch

von Khark am 26. Mai 2009 um 20:41 Uhr

Nun ist es offiziel.
Wenn ich am 9.6. meine mündliche Prüfung bestehe, werde ich meine Firma verlassen müssen.
Dank Kurzarbeit und Einstellungsstopp ist eine Übernahme ausgeschlossen. Man hatte mir zwar noch ein Angebot gemacht aber dieses war, aufgrund des Umfangs oder der Modalitäten, auch nur mehr als Geste gemeint.

Somit wird es mich ab dem 1.8.2009 nach Karlsruhe zu einer kleinen aber feinen IT-Firma verschlagen.

Übernehmen wollte mich eigentlich jeder. Mein direkter Vorgesetzter und Leiter IT für den Norden Deutschlands, der Leiter der IT für die gesamte Unternehmensgruppe (Deutschland) und die Geschäftsführer sowieso.
Gehen muss ich trotzdem.

Ironie des Schicksals: Karlsruhe ist zugleich der Hauptsitz meiner (noch) derzeitigen Firma und Sitz der Holding.

Somit könnte das alte Sprichwort: Man sieht sich immer zweimal im Leben glatt auf die eine oder andere Art in Erfüllung gehen.

Einladungen für Kurzbesuche und Schlafplätze während der Wohnungssuche in Karlsruhe habe ich jedenfalls genug :-)

Lebenserfahrung contra Wissenschaftsminister

von Khark am 13. Mai 2009 um 17:09 Uhr

“Generell werden keine Angriffe erwartet, da Personen, die versuchen, das System zu kompromittieren, rechtlich belangt werden können”, meint der österreichische Wissenschaftsminister Johannes Hahn (ÖVP) zum Thema E-Voting.

Quelle: Fefes Blog

Der Mann ist ja mal sowas von lebensunerfahren.
Ich habe in der Realschule gelernt, das Leute vorsätzliche Straftaten u.a. deswegen begehen, weil Sie entweder damit rechnen nicht erwischt zu werden oder es Ihnen egal ist gefasst zu werden. Letzteres trifft z.B. dann zu, wenn Sie mit dem Verbrechen auf Missstände aufmerksam machen wollen.

Irgendwie passen beide Argumentationen sehr gut auf die Manipulation von Wahlergebnissen.

Für mich klingt das ganze so in etwa wie:

Generell sind die Spareinlagen unserer Kunden nicht gesichert, da Personen, die versuchen diese zu stehlen, rechtlich belangt werden können.

Und wieviel da dran ist zeigt uns ja gerade die Wirtschaftskrise :-)

Eine Zensur findet nicht statt!!1

von MichiK am 13. Mai 2009 um 08:28 Uhr

Das Familienministerium meint:

Unter Zensur ist die Kontrolle öffentlich geäußerter Meinungen in Presse, Funk und Fernsehen, aber auch im Bereich der Literatur, Kunst etc. zu verstehen, die dazu dient, das gesellschaftliche Leben in politischer, sittlicher oder religiöser Hinsicht zu kontrollieren. Die derzeit diskutierten Maßnahmen im Kampf gegen die Verbreitung kinderpornographischer Inhalte im Internet beschränken sich ausschließlich darauf, den Zugriff auf kinderpornographische und damit illegale Inhalte, deren Kenntnisnahme eine Straftat darstellt, zu erschweren. Mitnichten geht es darum, sämtliche Inhalte des Internet zu prüfen und dann gegebenenfalls zu kontrollieren. Mitnichten geht es daher um Zensur.

Im Innenministerium übt man sich jedoch schon fließig in Zensur. Zumindest versucht man es, denn die Rechtsgrundlage dazu hat man ja (noch) nicht. Und was, wenn nicht Zensur ist das Entfernen solcher Seiten? Da geht es ja ganz offenbar darum, missliebige Meinungen zu unterdrücken.

Wenn die Laien-haften Internetsperren dann mal umgesetzt sind, wird eine solche Seite dann halt kurzerhand auf der Kinderporno-Liste landen und gut is’. Schließlich sitzen die einzigen, die das kontrollieren können und einsehen können, beim BKA. Und das gehört bekanntlich – genau – zum Innenministerium.

Und tschüss…

(via)

Endlich!

von Khark am 30. April 2009 um 16:34 Uhr

Dies war heute mein definitiv letzter Berufsschultag.
Endlich.

Ich könnte jetzt hier Tiraden über meine Mitschüler oder unengagierte Lehrer schreiben, aber das verkneife ich mir mal. Evtl. gibt es Mitte Juni wenn alle Prüfungen durch sind und ich weiß wohin mich mein Weg führt, mal eine Zusammenfassung.

Es ist halt so, wie mir heute mein alter Englischlehrer aus Fachgymnasiumszeiten mit auf den Weg gab:

“Letzten Endes sind wir alle nur Menschen. Egal in was für Kleidung wir stecken, wie wir aussehen oder was für Rechte wir genießen.”

Schweinegrippe-Wahnsinn

von MichiK am 28. April 2009 um 08:55 Uhr

Das scheint ja schon wieder einige Tage durch die Medien zu geistern, aber mir ist es erst gestern aufgefallen. Muss ich jetzt panische Angst haben?

Mir fällts schwer… das wird in meinem Umfeld genauso wenig irgendwen betreffen wie die Vogelgrippe vor drei Jahren, SARS vor sieben Jahren oder BSE (bzw. Creutzfeld-Jacob) in den 90ern. Meine Vermutung für den Grund des derzeitgen Medienwahnsinns ist: Die Pharmaindustrie braucht auch einen Bailout und obendrein sind die während des Vogelgrippe-Wahnsinns angelegten Tamiflu-Vorräte kurz vorm Verfallsdatum und müssen dringend abverkauft werden.

Arrr!! Wir werden Siegen!!

von Khark am 21. April 2009 um 18:45 Uhr

Die Piratenpartei lässt verkünden das 5.333 von 4.000 benötigten Unterschriften gesammelt wurden und die Piratenpartei somit genug Unterschriften hat um zur Europawahl zugelassen zu werden.

Es fehlen aber immer noch Unterschriften für die Zulassung zur Bundestagswahl!

Microsoft’sche Ansichten

von Khark am 14. März 2009 um 15:14 Uhr

Ich bin ja nun Microsoft Certified Professional. Und für meine Unterlagen wollte ich jetzt mal ein hübsches PDF haben, das belegt das ich auch wirklich MCP bin.

Nun kann sich das in seinem MCP-Bereich bei Microsoft herunterladen. Als XPS-Dokument, ca. 30KB groß.
Es gibt aber einen alternativ Link um ein PDF zu bekommen. Das PDF ist dann aber ca. 10MB groß warnt Microsoft.
Und meines war dann doch gut 8,7MB groß. Für eine Seite..

Also ich weiß ja nicht.. Ich hab das gleiche PDF nochmal durch einen PDF-Drucker gejagt und nun ist es nur noch 115KB groß.
Äußerst unterschwelliges Vorgehen Microsoft. Wirklich..

Judogi-Terroristen

von Khark am 10. März 2009 um 21:18 Uhr

Über das Lawblog bin ich auf folgenden Artikel bei der Süddeutschen Zeitung aufmerksam geworden. Hier geht es um eine ehemals geheime Liste von verbotenen Handgepäckgegenständen in Flugzeugen.

Interessant fand ich den letzten Absatz:

Anfang August 2008 lenkte die Brüsseler Behörde dann doch ein: Sie veröffentlichte eine komplette Liste verbotener Gegenstände. Diese reichte von Feuerwaffen aller Art über Schlittschuhe, Golfschläger und Granaten bis hin zu Feuerlöschern. Auch Sportgeräte wie Säbel und Degen, Ski- und Wanderstöcke, Baseball- und Cricketschläger, Billardstöcke und Angelruten, Pfeile und Kampfsportausrüstungen waren aufgelistet.

Das meiste auf dieser Liste ist für mich ja ohne Probleme nachvollziehbar.
Allerdings musste ich dann bei Kampfsportausrüstungen an den Judogi denken, welchen ich während des Judokurses in der Schule getragen habe.

Da find ich ja Stöckelschuhe gefährlicher :-)

Leute ohne Organisationstalent

von Khark am 10. März 2009 um 13:42 Uhr

Ich bin bei uns der Quasi-Verantwortliche in Sachen Webserver & Typo3. (Quasi deshalb, weil ich noch Azubi bin.)

Es ist Freitagnachmittag und um 15:41 Uhr trudelt eine Mail bei mir ein: “Der neue Webauftritt muss SOFORT online. Montag früh fängt die Messe an, da muss das stehen!!!elf” (Detail: Unsere Kernarbeitszeit endet um 15:30Uhr. Die betreffende Person sollte also besonders an einem Freitag nicht 100%ig davon ausgehen, das um 15:41Uhr noch jemand erreichbar ist.)

Gut. Den Freitag hatte ich spontan Urlaub da bei mir privat etwas wichtiges Anlag. Ergo lese ich die Mail erst am Montag, rufe sofort an und bekomme auf meine Entschuldigung, das ich Freitag aus privaten Gründen nicht da war erstmal eine patzige Antwort. Schön so macht das Zusammenarbeiten doch Spass..
Also erlaube ich mir dezent daraufhinzuweisen, das ich z.Z. an meinem IHK-Abschlussprojekt arbeite und nur bei Notfällen die Arbeit an meinem Abschlussprojekt unterbrechen soll. Sage aber im gleichen Atemzug, das die Firmenhomepage ja nun eindeutig ein Notfall ist.
Darauf kommt dann erstmal ein Danke. (Es geht doch.)

Als ich mir dann die (noch in Entwicklung befindliche) neue Firmenhomepage anschaue fallen mit spontan einige Dinge auf, wo ich als Admin sagen würde: So geht die mir nicht online.
Zum Beispiel: Lorem Ipsum Texte als Platzhalter, keine einzige eingepflegte News oder bei Bildagenturen noch nicht bezahlte Bilder, die dementsprechend noch ein gut lesbares “Wasserzeichen” mit dem Namen der Bildagentur enthalten.
Darauf weise ich hin, sage aber auch das rein technisch dem Umzug nichts im Wege steht.

Die andere Seite scheint nur “Einem Umzug steht nichts im Wege.” wahrnehmen zu wollen und drängt zu größter Eile.
Ich solle mich bitte mit der Agentur abstimmen die unseren Auftritt erstellt.
Also rufe ich dort an und lande bei einem äußerst netten und technisch versierten (Er konnte auf Anhieb mit namensbasierten, virtuellen Hosts beim Apache und mit mod_rewrite etwas anfangen) süddeutschen Webdesigner. (Ich mag süddeutsche Akzente. Außer hessisch. Das versteht man nie.. Sorry :-) ).

Dieser fällt erstmal aus allen Wolken als ich ihm mitteile die Homepage sollte am besten heute Online gehen.
“Aber mit der Person_X in ihrer Firma war doch etwas völlig anderes abgesprochen!” entfährt es ihm spontan.
“Das kann ich mir denken,” sage ich. “Aber von jener Person_X kommt auch die Anweisung.”

Da nichts Hilft entwerfen wir einen kurzen Schlachtplan um die gröbsten Mankos zu beseitigen.
Die Bilder werden kurzerhand bezahlt damit das Wasserzeichen verschwindet, die Lorem Ipsum Textelemente werden ausgeblendet und die News.. Naja, dann gibt es über unser Unternehmen eben vorerst nichts zu berichten..
Der Webdesigner telefoniert noch kurz mit Person_X und teilt ihr mit, das er jetzt die Bilder kauft und wir diese dann auch bezahlen müssen. Egal ob sie später auf der Seite verwendet werden oder nicht.
Knapp 2 Stunden später rufe ich Person_X wieder an und teile mit, das wir soweit wären umzuziehen, dann aber für ca. 10-15 Minuten unter unserer Firmendomain gar keine Homepage liegt.

“Ja, fangt an.” sagt Person_X, bis ihr plötzlich doch eine Frage entfleucht “Ach. Eine Sache noch. Wenn man die Seite z.Z. aufruft kommt ja immer die englische Sprache zuerst. Kann man das so machen, das zuerst die deutsche Sprache kommt?” *kurzePause* “Ach und die PDFs bitte verlinken! Hochgeladen hatte ich die schon. Aber bitte so das da im Text auf der Seite nicht der Dateiname steht.”

Resignation macht sich bei mir breit.. Wieso werden bei jeder neuen Version unserer Firmenhomepage die gleichen Fehler mantraartig wiederholt? Wieso nicht einfach mal 4 Tage mehr Zeit einplanen oder schon von vornherein sich Gedanken machen ob die Homepage nicht evtl. doch schon zur größten Messe unserer Branche fertig sein sollte?
Nein.. Sowas wäre zu einfach und würde zumindest minimale Sachkenntnis von der Materie und etwas Planung erfordern.

Also wieder mit dem Webdesigner telefonieren und ihm die Wünsche von Person_X vortragen.

Dieser fällt diesmal nicht nur aus allen Wolken sondern schlägt auch noch 500m tief in den Boden ein.
“Wir hatten über die Festlegung der Standardsprache extra beim allerersten Termin gesprochen! Da wollte Person_X Englisch haben und hat auch nie etwas anderes gesagt. Die ganze Seite ist darauf ausgelegt. Alle Inhaltselemente sind mit der Standardsprache Englisch anlegt und die deutschen nur als Übersetzung eingehangen. Das dauert min. 2 Tage das zu ändern.”

Ich kenne und verstehe die Problematik und stimme ihm zu. Frage dann aber ob man das nicht via mod_rewrite lösen könnte, da Typo3 einen Parameter an die URL anhängt, der für Typo3 angibt, in welche Sprache die Seiten ausgeliefert werden sollen. Man müsste dann ja nur beim allerersten Aufruf der URL den Parameter für die deutsche Sprachversion anhängen, wenn kein anderer Sprachparameter existent ist. Das wars.
“Ja, sollte klappen.” meint der Webdesigner.

Also suche ich eine Lösung mit mod_rewrite und er pflegt noch die PDFs ein..
Als dies alles nach weiteren 2 Stunden erledigt ist und die Seite auch schon umgezogen wurde, rufe ich wieder Person_X an um Vollzug zu melden und noch ein paar Anmerkungen des Webdesigners weiterzugeben.
Ich frage Person_X ob sie gerade mal 10-15 Minuten Zeit hat, da das Gespräch etwas länger wird. Person_X sagt ja, also fange ich an.
Nach 2 Minuten sagt Person_X dann: “Du, Khark. Ich muss jetzt schlussmachen. Ich habe jetzt hier in 5 Minunten einen Termin auf der Messe. Ich melde mich nachher.”
Person_X legt auf. Ich rufe den Webdesigner an, teile ihm mit, das die Punkte noch nicht besprochen wurden und ich mich morgen darum kümmere. Dann packe ich meine Sachen und gehe.

Es ist eine wahre Freude mit Leuten zusammenzuarbeiten, die keinerlei Organisationstalent besitzen.

Mein Buch zu der CareChild-Aktion

von Khark am 8. März 2009 um 15:38 Uhr

Anmerkung:
Dieser Artikel trug erst den Namen: “CareChild – Negative Kritik nicht erwünscht?” da ich dachte mein kritischer Kommentar wurde bewußt nicht freigeschalten. Da sich dann aber im 2. Kommentar ein Moderator von CareChild gemeldet hat und mich auf eine Längenbegrenzung aufmerksam gemacht hat, habe ich den Namen geändert.
Eigentlich sollte er nun “Mein Kommentar zu der CareChild-Aktion” heißen, aber ich mag Selbstironie :-)
(Lest den 2. Kommentar)

Enno bloggte ja vor ein paar Tagen etwas über die Aktion der Kinderschutzorganisation CareChild. Diese hatte ohne großen Aufwand 20 Domains (Webseiten) in 48 Stunden, die auf der dänischen Kinderpornographie-Sperrliste gelistet waren, abgeschaltet bekommen.
Nun hatte ich meine Meinung dazu auch bei Enno als Kommentar hinterlassen, aber gleichzeitig diesen Kommentar auch am 5.3.2009 unter der entsprechenden News auf CareChild-Seite hinterlassen. Hinter dem Kommentar “Juristische Prüfung”.
Nun sind ein paar Tage vergangen, hinter dem Kommentar “Juristische Prüfung” sind andere Kommentare freigeschaltet und der Moderator/die Moderatoren haben sich sogar erlaubt einige Kommentare ihrerseits zu kommentieren.
Von meinem Beitrag fehlt aber jede Spur. Ich darf also davon ausgehen das man ihn nicht freigeschaltet hat. Wieso ist mir schleierhaft, will darüber auch nicht spekulieren.
Evtl. kann mir ja einer der Leser hier sagen, ob ich evtl. zu aggressiv, o.ä. geschrieben habe..

EDIT: Text nicht mehr relevant. Lest den 2. Kommentar.

Daher habe ich mich dazu entschlossen den ganzen Kommentar hier nochmal zu veröffentlich. Ich habe es mir einfach angewöhnt, wenn ich längere Kommentare schreibe, diese vorher in eine Textdatei zu packen.
Einfach weil Webapplikationen gerne mal einen Sessiontimeout, o.ä. haben und ich dann nicht alles neuschreiben muss.

Ich habe mir, nach dem Kommentar, erlaubt nochmal direkt zu schreiben, worum es mir geht. Und wo ich da die Parallelen sehe.
Ich finde es merkwürdig, das selbst so Geeks wie Enno und sogar Fefe! so ein Vorgehen bei Andrej Holm zum Kotzen finden und juristisch höchstbedenklich. Aber beim Thema Kinderpornographie die exakt gleiche Vorgehensweise dann gut finden.

Egal, erstmal: Der Kommentar.
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Sorry, so eine Aktion find ich hirnrissig.
Da will sich irgendeine tolle Kinderschutzorganisation prächtig im eigenem Glanze sonnen.

Und wie haben sie die Seiten identifiziert die man abschalten will?
Zitat:

“Vorher waren jedoch noch Hausaufgaben juristischer Art zu machen. Ein Zugriff auf die gesperrten Seiten kam nicht in Frage. Wie sollte also geprüft werden, ob sich überhaupt kinderpornografische Inhalte darauf befinden? Ein schnell dafür entwickeltes Programm konnte helfen. Es zog lediglich die HTML Seiten (den reinen Text) und prüfte auf Verfügbarkeit und dem vorkommen bestimmter Stichworte. Multimediainhalte (Bilder/Flash/Video etc.) werden dabei nicht heruntergeladen. Ein Stichworttreffer qualifizierte die Seite für den Test.”

Sorry, aber Seiten per Stichworttreffer abschalten ist genau so idiotisch wie die von der Frau Leyen vorgeschlagene Methode. Mich erinnert es zudem stark an die “Operation Himmel”. Die größte illegal durchgeführte Rasterfahndung in Deutschland. Hier ging es auch um Kinderpornogrpahie. Und wie erfolglos diese war ist ja nun bekannt. Auch wie viele Personen dadurch erheblichen Schaden davon getragen haben. (Job, Frau, Familie..)
Nach ihrer angewandten Methode können wir ja gleich bei Google nach “Terroristen” suchen und alle Seiten abschalten auf denen dieses Wort vorkommt.

Was sie, werte CareChild Organisation bei ihrer “juristischen Betrachtung” vergessen haben ist:
Beweisen Sie mal vor Gericht anhand von Stichworttreffern, das es sich tatsächlich um eine Kinderpornographieseite gehandelt hat.

Sicherlich standen die Seiten auf der Sperrliste und man kann somit davon ausgehen das eine Art Vorauswahl getroffen wurde.
Aber die ganzen Untersuchungen der publizierten Sperrlisten zeigen doch das gerademal 1-2% wirklich Kinderpornographie enthalten. Und diese Leute haben die Seiten immerhin direkt aufgerufen um 100%ig und ohne Zweifel festzustellen ob es sich dabei um Kinderpornographie oder einfach andere Seiten handelt.
Z.B. landen auf diesen Sperrlisten auch gerne Seiten die beschreiben wie dieses Sperrsystem funktioniert, wie man es umgeht oder sich einfach kritisch damit auseinandersetzen.

Ich wünsche Ihnen, das sie irgendeinem Einzelhändler mit so einer Aktionen seine Domain “unter’m Arsch” weggezogen haben und er sie für den Schaden haftbar machen wird.
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Erklärung:

Wir haben in Deutschland schon einen Fall wo ein Sozialwissenschaftler für einen Terroristen gehalten wurde. Bloss er die 2 gleichen Fachbegriffe (Gentrification und Prekarisierung) wie eine mutmaßliche Terrororganisation (die “militante Gruppe” oder kurz: “mg”) benutzte und irgendein achso schlauer BKA-Beamte durch eine Internetsuche feststellte, das Herr Holm die gleichen Begriffe benutzt.
Wieso auch nicht? Auf seinem Gebiet sind es übliche Begriffe. Der Normalbürger mag von diesen Wörtern nie etwas gehört haben, diese Person aber eben schon.

Ich vorliegenden Fall “Sperrliste + Stichwortsuche” kommt dies für mich auf exakt das gleiche heraus.
Den ich kann mir viele Wege vorstellen über die Seiten auf so eine Sperrliste kommen ohne Kinderpornographie zu sein.
Das dieses anscheinend ja der Fall ist zeigen ja auch die Relationen der gefundenen Seiten.

3.500 Seiten sind ca. auf der Sperrliste. Als Kinderpornographisch identifiziert mit ihrer Stichwortsuche hat CareChild gerade mal 20.
Das ist unter 1% und deckt sich immerhin mit meinen Zahlen im Kommentar, das 1-2% der Seiten auf so einer Sperrliste tatsächlich Kinderpornographie enthalten.
Aber ganz genau genommen schreibt CareChild gar nichts genaues zum Thema Zahlen.
Wieviele Domains insgesamte abgesucht wurden, Wieviele Seiten sie ermittelt haben und wieviele angeschrieben wurden. All das wird verschwiegen.
Aber so wie sich die Meldung liest, gehe ich mal davon aus, das man nur 20 Seiten gefunden hat.

Das sie aber nicht nicht über die gesamten 3.500 Seiten gesucht haben entnehme ich dem PDF.
Auf Seite 3 steht nämlich:

Es wird auch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass nicht von 20 willkürlich ausgesuchten Domains alle 20 auch Kinderpornografie, bzw. die entsprechenden Textpassagen, enthielten. Zur Prüfung wurde eine weitaus höhere Anzahl an Domainnamen aus der Liste geprüft, von denen letztendlich 20 übrig blieben. Daraus lässt sich wiederum keine Aussage ableiten, wie hoch der Prozentsatz an Domains auf der Liste ist, die tatsächlich Kinderpornografie enthalten. Dies wurde hier nicht untersucht.

Damit ist dann auch die Aussage von CareChild hinfällig, das ein Polizist in 8 Stunden 20 Seiten abschalten kann. Bzw. das man in einem Monat die halbe Sperrliste abschalten kann. Hier wäre dann eine Neuberechnung nötig. Und ich kann mir denken, das dieses Ergebnis dann erheblich schlechter ausfällt.

Ich denke mir bei den Zahlen folgendes:
Entweder ist die Sperrliste schlecht. Sprich: Wenn das Ausgangsmaterial (die Quellen) unbrauchbar sind, kann auch nicht vernünftiges Rauskommen. Wie in der EDV. “Kommt Mist rein, kommt Mist raus.” Ich hätte dort jedenfalls deutlich über 200 Treffer erwartet. (Über die gesamte Sperrliste!)

Oder aber: Schlechte Suchbegriffe. Sucht mal in einem für euch fremden Fachgebiet nach etwas ohne die Suchbegriffe zu kennen.
Die Ergebnisse die ihr bekommt werden garantiert nicht das sein, was ihr eigentlich sucht.

Was mich einfach stört ist, das ich ein wissenschaftliches, rechtsstaatliches Vorgehen erwartet habe.
Eine Stichwortsuche ist dies für mich jedenfalls nicht.
Daher kann ich zu der ganzen Aktion nur sagen: PR-Aktion.

Wenn man zudem das PDF-Dokument in der CareChild-Meldung gelesen hat, sollte einem klar werden, das diese Aktion ein Widerspruch in sich ist.
CareChild schreibt auf Seite 3, im ersten Absatz CareChild:

Die Mitteilung eines Providers, dass kein kinderpornografisches Material vorgefunden wurde, sollte dabei ohne weitere Nachprüfung akzeptiert werden, weil aufgrund der „schwachen“ Vorprüfung dies als glaubhaft auszulegen war.

Soso. “Schwache Vorprüfung” sagt CareChild zu seinem eigenen Vorgehen. Spätestens hier sollte man sich dann die Frage bzgl. der Dauer des Abschaltens so einer Seite zum zweiten Mal erneut stellen.

Den liebe Leute, vielleicht ist das der Grund warum da so schnell nichts passiert wenn der Staat das macht?
Seiten rechtlich einwandfrei vom Netz zu nehmen, ohne das hinterher die Geeks in Massen aufspringen und einheitlich “Überwachung! Totalisierung! Demokratieverlust!” schreien, das ist nicht so einfach.

Daher mein Aufruf:
CareChild rück die Beweise raus.
1.) Mit welchen Stichwörtern wurde die Liste durchsucht?
2.) Welche der 3.500 Seiten in der Sperrliste habt ihr durchsucht? Das es nicht alle waren schreibt ihr ja selber.
3.) Welche Domains wurden genau abgestellt und bitte zeigt die Antworten der Provider.

Frei nach dem wissenschaftlichen Prinzip der Nachvollziehbarkeit.
Den wenn ihr, werte CareChild, schon der Poltiik etwas vorwerfen wollt. Den verhaltet euch bitte nicht wie Frau von der Leyen selbst, sondern tragt objektiv zur Debatte bei.

Wichtige Lektion

von MichiK am 20. Februar 2009 um 15:38 Uhr

Ziehe niemals mit jemandem in eine WG, der erwiesenermaßen psychisch krank ist! Das muss böse enden. In meinem Fall kündigte sich das Ende schon einige Zeit an, doch wie es dann letztendlich passierte, stellt alles vorherige in den Schatten. Chronologisch:

Prolog – Ende Januar 2009: Die Vorlesungszeit ist vorbei und wir schauen uns zu zweit nach Wohnungen um, da der Mitbewohner langsam aber sicher unerträglich wird. Die Kündigungsfrist der Wohnung läuft aber noch bis Ende März, wir haben also im Prinzip Zeit. Eine Wohnung gewinnt, wir nehmen den Mietvertrag erstmal mit nach Hause und wollen dann irgendwann unterschreiben und ganz entspannt Ende Februar/Anfang März umziehen.

Sa, 07.02.2009, abends: $female hat Besuch von einer Kommilitonin. Wir sitzen gemütlich zusammen in der Küche, als der Mitbewohner auftaucht, ein bisschen rumstänkert und sich mit seinem Laptop in der Küche auf den Mülleimer sitzt und tippt. Er täte dies, weil er seinem Ruf als Stalker gerecht werden müsse. Die Kommilitonin hat daraufhin Angst vor ihm und meint, wir sollten uns vor ihm in Acht nehmen. Sie sollte Recht behalten.

So, 08.02.2009, abends: Wir haben Besuch von einem Kommilitonen von mir. Gemütlich zusammensitzen und Waffeln backen. Später verziehen wir uns in ein Zimmer und löten an Audio-Steckern rum. Außerdem unterhalten wir uns leise. Gegen 22 Uhr klopft es. Der Mitbewohner meint, wir sollten doch ruhiger sein, da er am nächsten Morgen (um 11:30 Uhr!) eine Klausur schreibt und schlafen will. Da er nicht im geringsten für Rücksicht bekannt ist (Wenn er morgens um 5 laut Musik hört, ist das “notwendig” und “leider unvermeidlich” und “muss so sein”, aber wir haben gefälligst mucksmäuschenstill zu sein, wenn Seine Hoheit zu schlafen wünscht.), wird das Anliegen mehr oder weniger ausgebremst. Außerdem sind wir schließlich leise, die Zimmertür ist zu und im Nachbarzimmer sind wir defacto nicht zu hören. Gegen 1 Uhr geht mein Kommilitone und wir sitzen noch einige Zeit zu zweit in meinem Zimmer und unterhalten uns im Flüsterton. Wer das hören will, muss schon mit dem Ohr an der Tür im Flur lauschen. Gegen 4 Uhr gehen wir schlafen.

Mo, 09.02.2009, 6:00 Uhr: Laute Musik dröhnt durchs Haus. Der Mitbewohner ist also aufgestanden und möchte, dass das im ganzen Haus vernommen wird. Als er sich auf dem Flur laut mit $female streitet, stoße ich dazu, schüttele den Kopf und frage ihn, was er sich dabei denkt und wie er das den Nachbarn erklären will. Er spielt nervös mit dem Messer, mit dem er grade an einer Paprika rumschnippelt und meint: “Da fällt mir schon was ein, wenn sie sich beschweren.” Auf die Entgegnung, wir wären auch seine Nachbarn und würden uns grade beschweren, verschwindet er wortlos in seinem Zimmer, leise wird es aber nicht. Ich beschließe, zum Büro der Immobilienfirma zu fahren, sobald die aufmachen und die Übergabe der neuen Wohnung zu arrangieren, ASAP, am besten bis vorgestern. $female muss erstmal zur Arbeit.

Mo, 09.02.2009, 9:00 Uhr: Die Mitarbeiterin freut sich, dass wir die Wohnung haben wollen, hat aber nicht so viel Verständnis für die Dringlichkeit unseres Anliegens, wie erwünscht. Immerhin, der Übergabetermin wird für den nächsten Morgen um 8:00 Uhr festgeklopft. Als ich gegen 10 Uhr wieder zu Hause bin, ist der Mitbewohner weg, mit ihm allerdings auch das Internet. Auf Verbindungsversuche per TCP kommt nur ein RST zurück, UDP wird gänzlich gedroppt. Stöpselt man den Router aus und den Rechner direkt ans Kabelmodem, geht alles wunderbar. Der Mitbewohner hat root-Rechte auf dem Router. Weitere Schlussfolgerungen erspare ich mir hier.

Mo, 09.02.2009, 15:00 Uhr: Ich habe $female von der Arbeit abgeholt und auf den neuesten Stand bezüglich der Wohnungsübergabe gebracht. Wir tauchen wieder zu Hause auf und verziehen uns in ihr Zimmer. Die Wohnungstür war abgeschlossen, möglicherweise um uns vorzumachen, es wäre niemand da. Der Mitbewohner ist aber zu Hause. Das Aufschließen unserer Zimmertür (Die ich am Vormittag vorsichtshalber abgeschlossen hatte, nach solchen Auftritten wir am Morgen weiß man ja nie…) quittiert er nur mit der Bemerkung, man bräuchte für die Schlösser nichtmal ein Pickset, um sie zu öffnen. Aha.

Kurze Zeit später: Wieder dröhnt laute Musik durchs Haus. Soweit nicht ungewöhnlich. Doch dann fluten noch zweimal 100 Watt an Beleuchtung aus kurzer Distanz durch die Tür, die zu 80% aus Glas ist, dem also nicht viel entgegenzusetzen hat. Stirnrunzeln. Was soll das? Dazu laute Musik, Fingerschnipsen auf dem Flur und ab und an psychopathisches Lachen. Darf man das schon mit dem Psychoterror vergleichen, den Geheimdienste anwenden, um Häftlinge gefügig zu machen? Schließlich wird die Musik leiser, er telefoniert. Er wäre noch “beschäftigt”. Nicht nur in mir zeichnet sich dabei vor dem inneren Auge das scharfe Bild des Killers aus einem schlechten Horrorfilm, der mit dem Messer am Hals seines Opfers rumspielt, während er seinem Date am Telefon erklärt, er müsse noch arbeiten, wäre aber bald fertig. Während $female mit ihrem Vater telefoniert und ihm detailliert berichtet, was passiert, versuche ich einen meiner Kommilitonen zu überreden, uns zumindest für die nächste Nacht bei sich aufzunehmen, denn ab dem nächsten Morgen haben wir ja unsere neue Wohnung. In der alten hingegen ist es keine Sekunde länger auszuhalten.

Nachdem das Spiel schätzungsweise 2 Stunden so geht, fangen wir an, die nötigsten Dinge aus ihrem Zimmer zusammenzupacken, also Dokumente, Hardware, Wertgegenstände, ein bisschen Kleidung zum Wechseln. Anschließend dann der interessante Teil: Umsiedeln in mein Zimmer, dort das selbe mit meinem Besitz. Da wir ihm mittlerweile alles zutrauen, haben wir sicherheitshalber die Kamera im Anschlag, als wir die Tür öffnen und dabei die Lampe leider doch nicht umwerfen. Sie schließt ihre Tür ab, ich schließe meine Tür auf. Dabei nehme ich im Augenwinkel wahr, dass er sich auf sie stürzt, sie in den Schwitzkasten nimmt. Sie versetzt ihm einen Tritt und reißt sich los, ich drücke ihn (bildet sich ein, Karate zu können, ist aber einen Kopf kleiner als ich und 10 kg leichter) mehr oder weniger taktvoll gegen die Wand, sie verzieht sich in mein Zimmer, ich ebenfalls, er möchte hinterher. Stellt den Fuß in die Tür und brüllt etwas vom Recht am eigenen Bild. Ich brülle zurück, dass dies sich ausschließlich auf die Veröffentlichung bezieht, trete seinen Fuß weg und dresche die Tür vor seiner Nase zu.

Ich packe mein Zeug zusammen, inklusive PC und Monitor. Alles, was man nicht mit einem Mal tragen kann, soll erstmal aufs Fensterbrett und anschließend vom Garten aus geborgen werden. Das ist einer der eindeutigen Vorteile vom Parterre. Während ich Zeug in Kisten werfe, ist auf einmal das Licht aus und es wird düster. Da hat wohl wer den Sicherungskasten gefunden. Zum Glück habe ich schon einige Stunden vorher meinen Rechner vom Nachbarzimmer aus abgeschaltet, allerdings aus anderen Gründen: Ich wollte gefahrlos die Möglichkeit haben, vom Keller aus die gesamte Wohnung abzuklemmen, wenn ich es wieder leise und weniger hell haben möchte. So hat sich meine Weitsicht nun ausgezahlt. Bremsen kann er uns mit seiner Aktion aber nicht ansatzweise, es befinden sich ja lediglich drei Mag-Lite-Taschenlampen im Zimmer, die reichen locker aus…

Gegen 19:30 Uhr wiederholt sich das Spiel von vorher, läuft diesmal aber reibungslos ab: Tür auf, raus auf den Flur, Tür abschließen, Wohnungstür auf, raus, er steht im Flur und flötet freundlich “Tschüss”. Blamm! Die Tür knallt mit Wucht ins Schloss. Wir gehen zum Auto, werfen das Zeug rein, bergen meine restliche Hardware vom Fensterbrett und düsen davon. Wir sehen noch, wie in meinem Zimmer das Licht wieder angeht. Tja… in meinem Zimmer ist auch der Kabelanschluss und damit das Modem. Wenn er Internet möchte, muss er eben mein Licht brennen lassen.

Epilog – Di, 10.02.2009: Ich nehme morgens um 8:00 Uhr die neue Wohnung in Empfang und lege mich darin erstmal einige Stunden auf dem Fußboden hin und schlafe. Nachdem $female nachmittags von der Arbeit kommt, greifen wir uns den größten und breitschultrigsten meiner Kommilitonen, den ich auf die Schnelle auftreiben konnte. Einerseits, weil der gut mit anpacken kann, andererseits, weil es auch ein Zeichen setzt, dass wir uns nur mit durchsetzungsfähiger und notfalls gewaltbereiter Begleitung in die Wohnung trauen. Leider verpasst der Mitbewohner den Auftritt. Aber immerhin, nichtmal 48 Stunden nach Beginn der Show sind die beiden Zimmer halb leer und die Waschmaschine aus dem Bad sowie Teile der Kücheneinrichtung weg.

Es fehlen nur noch die großen Kleiderschränke und Küchenschränke, sowie das Sofa. Der Kram passt in mein kleines Auto nun beim besten Willen nicht, doch auch da ist spätestens diesen Sonntag alles verladen.

Was nun noch folgt? Wir haben noch finanzielle Dinge zu klären und müssen die gemeinsam angeschafften Haushaltsgegenstände irgendwie aufteilen. Das wird nicht einfach, wenn auf der anderen Seite jemand sitzt, der mittlerweile endgültig als unbefristet merkbefreit angesehen werden muss.

Unabhängige Verdiensteinheimser Teil XXVIIY

von Khark am 12. Februar 2009 um 19:15 Uhr

In diesem Beitrag schrieb ich ja schonmal etwas über meine Erfahrung mit sogenannten unabhängigen Finanzdienstleistern.
Unter anderem brachte ich als Nebenbemerkung auch folgendes Beispiel:

(Anmerkung: Interessant wird sowas immer dann, wenn die Leute die einem sowas verkaufen wollen, es noch nichtmal schaffen die Kasse der örtlichen Dorfjugend korrekt zu führen und deshalb als Kassenwart abgewählt werden. :-) )

Nun.. Ich habe jetzt neulich den wahren Grund erfahren. Die Kasse der Dorfjugend konnte der Kassenwart wohl doch ordentlich führen.
Bei unserer Dorfjugend ist es so, das deren einzige Einnahmequelle das Osterfeuer ist, wo sie die Getränke und Bratwürste verkaufen. Wenn man bedenkt das unser Ort knapp 6.000 Einwohner hat und zum Osterfeuer ca. 2.000-4.000 Leute kommen, kann man sich ausmalen das da doch eine Summe zusammenkommt von der man gut ein Jahr alle Kosten bezahlen kann.

Allerdings hatte er als Kassenwart auch die Möglichkeit sog. Ortsjugendsitzungen einzuberufen. Die dafür nötigen Ausgaben durften aus der Kasse der Dorfjugend entnommen werden.
Was macht also Herr Kassenwart? Richtig. Wöchentliche Ortsjugendsitzungen zu der er jeden einlädt den er kennt und er bezahlt natürlich alles.
Als er dann abgewählt wurde, war das Guthaben in der Kasse um die Hälfte geschrumpft.

Reife Leistung.
Und das liebe Leute sind dann Menschen die euch per Cold-Call eine Riester-Rente oder andere vermögenswirksame Leistungen verkaufen wollen.

Porno-Admin

von Khark am 4. Februar 2009 um 21:47 Uhr

Was man nicht so alles findet, wenn man sich mal informiert was man als Linux Systemadministrator auf dem freien Markt können sollte :-P

Pornoseite sucht Linux Admin

Genial liest sich auch das Jobangebot für einen SEO-Experten:

SEO Expert
Required Qualifications:
* Good Experience in on-site and off-site SEO, SEM and link building
* Keyword, Meta Data creation and Sitemap management
* Affinity with porn (masturbation doesnt count)

Ok.. Die Anforderung steht bei jedem Jobangebot, außer beim Linux-Sysadmin.
Darf man jetzt im Umkehrschluss vermuten, das diese Anforderung beim Sysadmin weggelassen wurde, weil sie ja angeblich *hust* ständig gegeben ist?

Was mich auch noch wundert ist, das beim Adminjob nirgends von “Performing backups/develop backup strategies” die Rede ist.
Hier wird wohl auch davon ausgegangen, das der Admin dies automatisch selbstständig erledigt :)

Versprecher der Stunde

von Khark am 30. Januar 2009 um 22:54 Uhr

Ich bin alleinverziehend.

Autobahn-Odyssee (Arbeitsmethoden reloaded)

von Khark am 29. Januar 2009 um 18:09 Uhr

Hurra! Hurra! Hurra!
Mein IHK-Abschlussprojektantrag ist abgegeben.

Und das kam so:
Von Wolfsburg fuhren wir die gut 35km zur Firma nach Braunschweig um uns einen Stempel + Unterschrift geben zu lassen. Am Standort Wolfsburg war heute keiner der Verantwortlichen die dies hätten tun können.
Anschließend fuhren wir die 35km zurück zur IHK Wolfsburg.

Dort angekommen offenbarte man uns:
Ja, der IHK-Abschlussprojektantrag ist schön und gut. Ich brauche aber noch die Anmeldung zur Abschlussprüfung.

Tja… Diese hatten wir nicht. Nachdem wir nämlich dieses toll eingescannte PDF gesehen haben, haben wir uns die Word-Vorlage für den Antrag bei der IHK direkt besorgt. (Gibt es da zum Download.)
Die Anmeldung haben wir dabei vergessen..
Blöderweise hatten auch in der Berufsschule immer nur alle vom Antrag für das Abschlussprojekt geredet.
Das Wort Anmeldung habe ich nie wahrgenommen falls es überhaupt mal ausgesprochen wurde.

Netterweise druckte uns die Dame der IHK Wolfsburg unsere Anmeldung gleich nochmal aus und schaute über unsere IHK-Abschlussprojektanträge ob diese den auch formgerecht ausgefüllt waren.
Immerhin, das waren sie.

Wobei.. So mit 100%iger Sicherheit könne sie uns das jetzt auch nicht sagen…
(Auf welchen Planeten muss man eigentlich auswanderen, wenn man von einer zuständigen, verantwortlichen Person eine 100% definitive und zuverlässige Aussage haben will??)

Also wieder die 35km zurück von Wolfsburg nach Braunschweig.
Einmal wieder Stempel + Unterschrift abholen. Und wieder 35km nach Wolfsburg..

Anstatt die Sache in ca. 1 Stunde zu erledigen hatten 2 Azubis einen ganzen Nachmittag Spass (Kennt ihr das wenn 2 Leute die wegen der gleichen Sache total abgenervt sind zusammen Auto fahren? Jede Menge Spass garantiert :-P ) und lecker Essen bei Burger King auf der Autobahn.

Und wenn einer der Anträge jetzt wegen Formfehlern abgelehnt wird dreh ich am Rad..

Datenkultivierer

von Khark am 29. Januar 2009 um 17:52 Uhr

Unserer Verkürzer halten z.Z. probeweise ihre Abschlusspräsentationen über ihre Abschlussprojekte in der Berufsschule.
Ich finde dies immer ganz spannend, da man hier nicht nur einiges für seine Präsentation/Projekt lernen kann, sondern man auch mitbekommt wie es in anderen Firmen zugeht.

Nun hatte jemand als Abschlussprojekt die “Entwicklung einer Mitfahrbörse für die Mitarbeiter der Forschung & Entwicklung der Volkswagen AG am Standort Wolfsburg”.
Ziel soll sein, die Überauslastung auf den VW-Parkplätzen zu minimieren, indem sich Fahrgemeinschaften bilden.
Daher kann man dort eintragen wo man morgens startet, welche Arbeitszeiten man hat, etc. um so nach Mitfahrern suchen zu können bzw. sich eine Mitfahrgelegenheit zu organisieren.

Es gibt zwar schon eine Mitfahrbörse, aber diese wird von den Mitarbeitern der Forschung & Entwicklung (F&E) nicht akzeptiert.
So zumindest die Aussage desjenigen der das Projekt gemacht hat.
Eine andere, dritte Mitfahrbörse, steht vor ihrer Abschaltung.

Das an sich, 3 Systeme für die gleiche Aufgabe, ist wohl symptomatisch für größere Konzerne und wundert mich ehrlich gesagt nicht (mehr).

Nun wurde im Rahmen der Präsentation aber auch auf die technischen Details eingangen. Hier stellte ich die Frage, wie sichergestellt wird, das die Ortsnamen immer eindeutig sind. Ich kann ja z.B. Isenbüttel oder Isenbuettel oder gar falsch Isenbütel schreiben.
Erwartet hatte ich hier etwas in dem Sinne, das bei der Eingabe des Ortes automatisch per AJAX eine Liste aller Ortsnamen abgerufen wird und entsprechend der Eingabe die nicht mehr passenden Einträge verschwinden. (Auto-Vorschlag / Auto-Vervollständigung)
Entsprechende PLZ-Datenbanken sind ja problemlos verfügbar. Entweder hier für Geld von der Deutschen Post.
Wobei da die Frage ist, wie man die Daten ordentlich rauszieht. Word-Makro klingt jedenfalls nicht so toll :-)
Oder kostenlos über die OpenGeoDB. Wobei die Integration der OpenGeoDB in diese Mitfahrbörse höchstwahrscheinlich schon wieder ein eigenes Projekt gewesen wäre.

Nein, sowas gibt es nicht, war die Antwort. Dafür wurde jemand eingestellt/hat diese Aufgabe mit übertragen bekommen. Diese Person hat die Aufgabe 1x pro Woche die Ortsnamen zu überprüfen und zu korrigieren.

Das Kommentar unseres Lehrers dazu: Ach deswegen kostet mein VW 30.000 Euro.

Mich würde jetzt nur noch die Jobbezeichnung desjenigen interessieren, der die Daten pflegt (Mein Vorschlag: Datenkultivierer). Und welche Qualifikationen man dafür mitbringen muss :-P

Hörverweigerung

von Khark am 18. Januar 2009 um 14:47 Uhr

Zu den Dingen die man nicht hören möchte, wenn man im Zahnarztstuhl liegt, zählt folgender Satz:

Oh da unten schimmerst. Ich bohr nochmal etwas tiefer.

Ich wollte ja eigentlich erwidern, das sämtliche Edelmetalle in meinem Mund mir gehören. Aber mit Bohrer, Speichelabsaugdingen & Co. im Mund geht das schlecht :-)