Archiv für die Kategorie "Software"

Mal wieder ein Windows-Experiment

von MichiK am 23. Juni 2010 um 01:49 Uhr

Ich habe der Windows-Welt ja schon vor Jahren abgeschworen und komme gut ohne den Kram aus Redmond zurecht, naja, fast. Für Notfälle habe ich noch ein Windows XP in einem QEMU, aber ansonsten? Nö. Ab und zu, alle paar Jahre, überkommt es mich dann aber doch. Kommilitonen schwärmen, wie toll Windows 7 wäre und wenn meine Eltern anrufen, wird es schwierig, ihnen bei technischen Problemen zu helfen, weil meine Windows-Zeiten einerseits schon einige Zeit her sind, andererseits das letzte Windows, mit dem ich mich eingehend befasst hatte, Windows 2000 war.

Nun ergab es sich, dass unsere Fakultät neuerdings Mitglied im MSDNAA-Programm ist. Ich habe also die Gelegenheit, kostenlos Windows 7 und andere Software zu bekommen und das auch noch ganz legal. Also kann man es ja mal ausprobieren. Außerdem bedient sich Origin (läuft leider nicht anständig in Wine und ist ab und zu notwendig) in einem richtigen Windows sicher besser als in der Instanz innerhalb von QEMU. Frohen Mutes habe ich also den Installer geladen, der anstandslos in Wine lief und mir ein ISO auf die Platte schmiss. Das wollte ich dann zunächst mal mit einem USB-Stick verheiraten, weil kein Rohling griffbereit war, aber ich fand dann doch noch einen. Also fix das Image gebrannt, den Rechner von der Scheibe gebootet und da ist ja auch schon das Setup.

Nach einigen Klicks sollte ich dann meine Festplatte partitionieren. Mein System enthielt zu dem Zeitpunkt vier Platten: zweimal 500 GB und einmal 1 TB jeweils komplett gecryptet, die das Windows nichts angehen und einmal 250 GB, auf denen das Windows sich einrichten sollte. Ausgewählt, formatiert, alles schien geklappt zu haben, also auf “Weiter” gedrückt und…

Beim Setup konnte keine neue Systempartition erstellt oder eine vorhandene Systempartition gefunden werden. Weitere Informationen finden Sie in den Protokolldateien zum Setup.

Nun ja. Direkt nach dem (erfolgreichen, denn ein NTFS ist drauf, habe ich im Nachhinein festgestellt) Erstellen einer Systempartition zu behaupten, eine solche existiere nicht, ist ja schon ein starkes Stück. Die erwähnten Protokolldateien habe ich auch nirgendwo finden können. Oder hat die Vielzahl der Platten das Setup heillos verwirrt und es war neidisch auf das Linux, was sich auf 2 TB breit macht, während es selbst nur ein paar Hundert GB zur Verfügung hat?

Am alten Streit IDE-Modus vs. AHCI lag es jedenfalls nicht. Hat sonst jemand eine Idee? Das Web gibt nicht sonderlich viel her und die Fehlermeldung ist alles andere als hilfreich. Im Zweifel wars das dann wohl mit dem Versuch, Windows zu installieren und ich kann den ganzen Windows-Freaks unter meinen Kommilitonen mal wieder genüsslich unter die Nase reiben, ich hätte es versucht, aber offenbar sei das System noch nicht reif.

Cheatalot & Wonder Dial

von Khark am 20. Juni 2010 um 22:30 Uhr

Nur um hier mal Werbung für die App eines ehemaligen Kollegen zu machen.
Kostet zwar 3,49€ aber wer weiß wozu er diese App braucht dem sollte es das Geld wert sein :-)

Cheatalot:
Versteckt SMS, MMS und Anrufe von Kontakten, die besser nicht in Deinem Telefon auftauchen sollten.

Diese Anwendung kann nicht im Telefon entdeckt werden: Du wählst Icon und Namen der Anwendung selbst! Ausserdem muss das Telefon beim Start geschüttelt werden, sonst geht Cheatalot nicht auf :)

Siehe: http://übergrund.de/android/apps/cheatalot/
Auf seiner Seite gibt es rechts auch eine Abstimmung über den zukünftigen Namen der App.
Wenn das mal kein Anreiz ist :)

Link zu AndroidPit: http://www.androidpit.de/de/android/market/apps/app/de.ubergrund.android.cheatalot/Cheatalot

Ebenfalls von ihm:

WonderDial
It shows You the contacts You want to call right now!
It records the time of the day and the location of calls You make to give You a list of the most likely contacts.
You’ll see Your business contacts during work hours and Your family and friends at the weekend or in the evening.
Use the LiveFolder for instant access!


Siehe:
http://übergrund.de/android/apps/wonder-dial/
Link zu AndroidPit: http://www.androidpit.de/de/android/market/apps/app/de.ubergrund.android.wonderdial/Wonder-Dial

Technische Kommandozeilen Tools Referenz für Windows Vista/7

von Khark am 14. Mai 2010 um 22:23 Uhr

Nur mal so, als Reminder für mich.

Windows Vista technische Kommandozeilen Tools Referenz:
http://technet.microsoft.com/en-us/library/cc722159%28WS.10%29.aspx

Windows 7 technische Kommandozeilen Tools Referenz:
http://technet.microsoft.com/en-us/library/dd799280%28WS.10%29.aspx

Blackberry Spielerein

von Khark am 8. Mai 2010 um 20:21 Uhr

Ich bin nun seit knapp 3 Wochen Besitzer eines Blackberry 8800.

Und da wir bei uns in der Firma einen u.a. VMware-Cluster einsetzen, habe ich mal zum Test vCenter Mobile Access auf unseren ESX eingerichtet.
Ist zwar noch Beta aber funktioniert problemlos.

Die vCMA ist zuallerst eine eigene virtual Machine Appliance. Diese stellt über die WebServices eine Verbindung zum ESX-/vCenter-Server her und stellt eine auf mobile Endgeräte (Blackberry, IPhone, etc.) abgestimmte, minimale Weboberfläche bereit.

Lädt man die OVF-Version herunter, kann man die VM direkt als Virtual Appliance importieren. Prinzipiell kann man dann sofort starten und über die IP der VM das Webinterface aufrufen (http://ip.ip.ip.ip/vim/).
Bei Blackberry ist das angenehme, das es auch sofort von extern über die interne IP geht, da man dank Blackberry Enterprise Server direkt im Firmennetz ist.

Über die vCMA kann man so VMs neustarten/stoppen und sich den Status der VMs (Running, etc.) ausgeben lassen.
Also ideal um mal eine VM neuzustarten wenn dies nötig ist.

Konsolenzugriff auf das Gast-OS ist über die vCMA aber nicht möglich.
Zudem wären die Bildschirme der meisten Handys dafür auch zu klein bzw. die Datentarife zu teuer.

Auf Youtube gibt es unter http://www.youtube.com/watch?v=9UxDnV2qaeM ein Video das die Applikation in Aktion zeigt.

Zarafa und Getting Things Done

von Khark am 5. März 2010 um 00:10 Uhr

Mag mal jemand der mehr Erfahrung in der Anwendung von Getting Things Done (GTD) hat und evtl. die OpenSource Version von Zarafa nutzt, mir mitteilen inwieweit Zarafa geeignet ist das GTD-Schema nachzubauen?

Ach und wo wir grad beim Thema sind: Jemand anwesend der von seinen Erfahrungen mit Z-Push und Postfix/Dovecot berichten mag? :-)

Sonderzeichen in Nagios Servicenamen

von Khark am 17. Januar 2010 um 02:10 Uhr

Jeder der schonmal Nagios eingesetzt hat weiß wie klasse es ist, wenn Sonderzeichen in Windows-Servicenamen auftauchen.
Unter http://sadsoftware.blogspot.com/2008/05/nagios-with-nsclient-character-flaws.html gibt es auch einen guten Artikel dazu.

Allerdings hätte ich da nur eine Anmerkung:

check_command check_nt!SERVICESTATE!-l “MSSQL”$$”BKUPEXEC”

Funktioniert bei mir so nicht, wenn man mehrere Services mit dem check_command abfragt.
Was dagegen funktioniert ist:

check_command check_nt!SERVICESTATE!-l MSSQL”$$”BKUPEXEC,SQLBrowser,SQLWriter

Prozentzeichen (%) in CronJobs

von Khark am 10. Dezember 2009 um 19:47 Uhr

Peinlich. Peinlich.
Da arbeitet man jahrelang* als Linuxadmin und dann sowas..

Aber der Reihe nach. Die Aufgabe war einfach, jeden Tag um 02:00 Uhr soll ein Backup aller MySQL-Datenbanken gemacht, mit bzip2 komprimiert und unter /media/backup/mysql-dbs.YYMMTT.bz2 abgelegt werden.

Lösen tut man das dann wie folgt:
00 2 * * * root mysqldump --all-databases --user=root --password=xxxxx |bzip2 > /media/backup/mysql-dbs.$(date +%y%m%d).bz2

Dieses ergibt aber nur eine tolle Fehlermail von Cron:

/bin/bash: -c: line 0: unexpected EOF while looking for matching `)’
/bin/bash: -c: line 1: syntax error: unexpected end of file

Das Problem ist, das Cron das Prozentzeichen (%) als NewLine interpretiert.
Daher muss es escaped werden, damit man es als Bestandteil eines Kommandos, z.B. bei date, verwenden kann.
Leider steht dies nicht in jeder Manpage. (Bei Debian steht es drin -> man 5 crontab)

Richtig ist also folgendes:
00 2 * * * root mysqldump --all-databases --user=root --password=xxxxx |bzip2 > /media/backup/mysql-dbs.$(date +\%y\%m\%d).bz2

* = Ich zähl die Ausbildung jetzt einfach mal dazu. :-)

Dist-Upgrade

von Khark am 7. Dezember 2009 um 23:52 Uhr

Sodele, mein Rootserver läuft nun auch endlich mit Lenny.
Dist-Upgrade verlief erstaunlich problemlos. Wenn man bedenkt das die Kiste mal mit Sarge aufgesetzt wurde.

Außer das Nagios2 nun Nagios3 ist, daher ein paar Pfade im Apache-vHost angepasst werden mussten und mir Spamassassin Mails von mir an mich selbst als Spam deklariert.
Zudem mag roundcube den .spam-Ordner nicht anzeigen, wohl aber .Junk. Ich habe jetzt erstmal .Junk gelöscht und daraus einen Symlink auf .spam gemacht.
Maildir-Namespace umbenennen muss ich sowieso noch irgendwann machen, da sich da Squirrelmail und Roundcube beißen.
Und solange es keinen nett anzusehendes Webmail mit GPG, Threaded-View, Ordner-/Sieve-Regel-Verwaltung gibt muss ich beides nutzen. *narf*

Und ich habe jetzt endlich vertical split in meinem Screen. Ein Wahnsinns-Feature das wohl erst ab 1280×1024 Auflösung Sinn macht :)
Vertical split Screen

Wenn der MySQL-Dump mal wieder länger dauert…

von Khark am 26. Oktober 2009 um 12:30 Uhr

Mit folgendem Befehl kann man sich schnell und einfach die Größe in MB aller vorhandenen MySQL-Datenbanken anzeigen lassen.
Praktisch wenn der Dump länger läuft als erwartet und kein PHPMyAdmin o.ä. zur Hand ist.

mysql -u root -p -e 'select table_schema "Database",round(sum(data_length+index_length)/1024/1024,4) "Size (MB)" from information_schema.tables group by table_schema;'

Falls WordPress das irgendwie umbrechen sollte: Der ganze Befehl gehört in eine Zeile.
Anpassungen müssen nicht vorgenommen werden. Außer du hast kein Root-Passwort für MySQL gesetzt.
(Böser Admin! Schlechter Admin!)

Gefunden bei: Xela

Update:
Da mich hier grad eine IRC-Anfrage erreicht dass das nicht funktioniert.
Man benötigt schon MySQL 5 dafür. Vorher gabs die information_schema Datenbank nicht.
Vorher stand das alles in div. Variablen und Kommandos. Evtl. mag das ja mal jemand für MySQL 4.x raussuchen?

Windows 7: Automatisches Fenster maximieren ausschalten (Update)

von Khark am 26. Oktober 2009 um 12:04 Uhr

In Windows 7 gibt es ja dieses tolle neue super Nerv-Feature, dass sich Fenster automatisch maximieren, wenn man Sie an den Bildschirmrand bzw. darüber hinaus verschiebt.

Deaktivieren kann man es wie folgt:
Systemsteuerung -> Center für erleichterte Bedienung -> Verwenden der Maus erleichtern -> Dann etwas runterscrollen und das Häckchen bei “Verhindern, dass Fenster automatisch angeordnet werden, wenn sie an den Rand des Bildschirms verschoben werden.” setzen.

Dann Übernehmen und nach kurzer Wartezeit ist die Einstellung aktiv.

Update 23.03.2010:
Ein KnowledgeBase Artikel von Microsoft der die Funktionen im einzelnen beschreibt findet sich hier:
Windows 7: Neue Funktionen im praktischen Einsatz – Die neuen Desktop-Ansichten nutzen

Zudem musste ich festellen, das die Features etwas anders sind, wenn man 2 Monitore hat.
Will man z.B. 2 Fenster miteinander vergleichen (z.B. Puttyfenster) so soll man diese laut Microsoft bei gedrückter linker Maustaste an den linken und rechten Rand ziehen.
Geht auch bei einem Monitor. Bei 2 Monitoren allerdings muss man ein Fenster an den rechten Rand des rechten Monitors und das andere Fenster den den linken Rand des linken Monitors ziehen.
Haben diese dann noch unterschiedliche Auflösungen sind die Fenster nicht gleich groß wenn man sie wieder auf einem Bildschirm nebeneinander anordnet.
– Klasse…

Edit: Über die Tastenkombination Windows-Taste + Pfeiltaste geht es problemlos auf einem Monitor. Danke Robert :)

Windows 7 und statische ARP-Einträge

von Khark am 19. Oktober 2009 um 19:36 Uhr

Das Anlegen von statischen ARP-Einträgen unter Windows7 funktioniert leider nicht mehr auf die aus 98/2k/XP/2k3 bekannte Weise.
Wäre ja auch zu schön :)

Vergesst es.. Wenn man die CMD mit Adminrechten startet geht es auch weiterhin auf die althergebrachte Weise.. :-)

Starte man Sie ohne, bekommt man folgende Fehlermeldung:
C:\>arp -s 192.168.0.101 08-15-42-2e-47-11
Fehler beim Hinzufügen des ARP-Eintrags: Zugriff verweigert

Anschließend kann man das über die NetSH wie folgt regeln:
C:\>netsh -c "interface ipv4"
netsh interface ipv4>add neighbors "LAN-Verbindung" 192.168.0.101 08-15-42-2e-47-11

Löschen über NetSH mit:
netsh interface ipv4> delete neighbors name="LAN-Verbindung" address=192.168.0.101

Oder wie bisher über arp löschen. Das klappt nämlich weiterhin:
C:\>arp -d 192.168.0.101

Hey Amazon!

von Khark am 30. September 2009 um 00:55 Uhr

Wann koppelt ihr euren MP3 Downloadstore mal mit Rhapsody und Last.fm und setzt dann eine ordentliche voll WebZWONullige Suche darüber?

Wäre mal genial.

Kurze Notizen

von Khark am 29. September 2009 um 19:46 Uhr

Damit ich mir das nächste Mal nicht wieder einen Wolf suche.
Kaputte Windowspartitionen oder auf USB-Sticks verlorene Dateien möchte man mit Testdisk/Photorec wiederherstellen.
Klappt wunderbar und das Programm ist OpenSource und für so ziemlich jedes Betriebssystem verfügbar das einem begegnen könnt.
- Nein, kein VMS oder Atari. Tut mir leid :-)

Hat bei mir jedenfalls jetzt das sonst immer verwendete PCI Inspector File Recovery abgelöst.

Benutzerpasswörter aus XP-CDs auslesen

von Khark am 9. September 2009 um 23:32 Uhr

Wenn man, so wie ich, mit dem XP-CD Iso-Builder von WinFuture einige angepasste XP-Installations-CDs erstellt hat, kommt man irgendwann auch mal in die Situation wo man das Passwort des Administrators oder eines anderen Benutzers vergessen hat.

In diesem Fall hilft es die .iso-Datei mit den Daemon-Tools als Laufwerk in Windows einzubinden.
Die Datei in der die User stehen heißt: Laufwerk:\$OEM$\konten.cmd

Kann manchmal den Abend retten :-)

Pimp up my Lifestyle

von Khark am 20. August 2009 um 00:15 Uhr

Neben einem Ventilator gabs für mich noch ein 3m HDMI-Kabel und DVI zu HDMI Adapter.
Leider ist der Adapter ein paar Millimeter zu breiit, so das ich TFT und LCD-TV nicht gleichzeitig benutzen kann. Aber mittels etwas handwerklichen Geschick sollte auch das lösbar sein :)

So kann ich jetzt Fallout 3 auf einem LCD-TV spielen bei 16:9 Breitbild und einer Auflösung von 1920×1080.
Fehlt eigentlich nur noch das Sofa und Funktastatur + Maus, sowie ein entsprechendes Funk-Headset. *hrmm*
Fallout 3 auf einem 20

Fallout 3 auf einem 20

Heute abend zähl ich dann wieviel Puttys gleichzeitig auf den Bildschirm passen.

Nagios hat einen Fork: Icinga

von Khark am 8. Mai 2009 um 15:42 Uhr

Wie man im Blog der Firma Netways lesen kann, hat sich das Who is Who der deutschen Nagios-Szene dazu entschlossen einen Nagios-Fork mit Namen Icinga zu starten.

Icinga soll komplett kompatibel zu Nagios und seinen Plugins sein. Die erste stabile Version soll am 28. Oktober erscheinen. Erste Entwicklungsversionen noch im Mai.

Auf der Icinga Homepage gibt es einen Text über die Gründe des Forks und in der FAQ wird erklärt was der Name bedeutet.

Aufwachen!

von MichiK am 1. April 2009 um 12:43 Uhr

Damals, als ich noch jung war und Windows genutzt hatte, gab es dort schon ein Feature, den Rechner, wenn er im Standby-Zustand war, für geplante Tasks automatisch wieder aufwecken zu lassen. Das funktionierte damals bei mir nie so richtig, aber an der ACPI-Front hat sich seitdem ja einiges getan. Wenn Windows sowas kann, muss das mit Linux doch erst recht machbar sein. Besonders interessantes Anwendungsfeld dafür: Den Rechner abends in den Standby legen und sich morgens von ihm mit Musik wecken lassen. Spart Strom und man hat nicht die ganze Nacht einen rauschenden Lüfter neben sich. Der Gedanke schwebte mir schon seit längerem vor, aber die entsprechende Software, mit der ich das machen kann, habe ich irgendwie nie gefunden.

Nun habe ich gestern Abend noch einmal nachgeschaut und bin auf rtcwake gestoßen. Ja, das kann genau das, was ich möchte – das zeitgesteuerte Aufwachen jedenfalls. Eben ein kleines Shellskript drumherum gehackt und das liegt jetzt in ~/bin von root:

#!/bin/sh

USER=”michik”

if [ ! "$*" ]; then
echo “You must give me a wakeup time!”
exit 1
else
pgrep -U $USER “cmus” >/dev/null || {
echo “No running cmus found!”
exit 4
}
DISPLAY=”:0.0″ su $USER -c “xscreensaver-command -lock” || exit 2
sleep 5
rtcwake –mode mem –time `date -d “$*” +%s` || exit 3
sleep 10
cmus-remote –server /home/$USER/.cmus/socket –play
fi

Was soll ich sagen, es kann alles, was ich brauche: Es nimmt beleibige absolute und auch relative Zeitangaben als Weckzeit entgegen (auch “now + 8 hours”, “tomorrow 10:00″ und ähnliches), prüft ob cmus und xscreensaver laufen und legt sich nicht schlafen, falls etwas davon fehlt. Ansonsten aktiviert es den Screensaver mit Passwortschutz und legt den Rechner schlafen. Nach dem Aufwachen startet es dann noch die Musikwiedergabe.

Jetzt kann ich endlich meinen dummen und nicht sehr effektiven (Piep! Piep! “He, aufstehen!” Piep! Piep! Piep! “Hallo?” Piep! Piep! Piep! Piep! “Keiner da? Na gut, bin ich halt wieder still…”) Wecker ausrangieren und gegen eine effektive und noch dazu reichlich geekige Lösung ersetzen. :)

Leute ohne Organisationstalent

von Khark am 10. März 2009 um 13:42 Uhr

Ich bin bei uns der Quasi-Verantwortliche in Sachen Webserver & Typo3. (Quasi deshalb, weil ich noch Azubi bin.)

Es ist Freitagnachmittag und um 15:41 Uhr trudelt eine Mail bei mir ein: “Der neue Webauftritt muss SOFORT online. Montag früh fängt die Messe an, da muss das stehen!!!elf” (Detail: Unsere Kernarbeitszeit endet um 15:30Uhr. Die betreffende Person sollte also besonders an einem Freitag nicht 100%ig davon ausgehen, das um 15:41Uhr noch jemand erreichbar ist.)

Gut. Den Freitag hatte ich spontan Urlaub da bei mir privat etwas wichtiges Anlag. Ergo lese ich die Mail erst am Montag, rufe sofort an und bekomme auf meine Entschuldigung, das ich Freitag aus privaten Gründen nicht da war erstmal eine patzige Antwort. Schön so macht das Zusammenarbeiten doch Spass..
Also erlaube ich mir dezent daraufhinzuweisen, das ich z.Z. an meinem IHK-Abschlussprojekt arbeite und nur bei Notfällen die Arbeit an meinem Abschlussprojekt unterbrechen soll. Sage aber im gleichen Atemzug, das die Firmenhomepage ja nun eindeutig ein Notfall ist.
Darauf kommt dann erstmal ein Danke. (Es geht doch.)

Als ich mir dann die (noch in Entwicklung befindliche) neue Firmenhomepage anschaue fallen mit spontan einige Dinge auf, wo ich als Admin sagen würde: So geht die mir nicht online.
Zum Beispiel: Lorem Ipsum Texte als Platzhalter, keine einzige eingepflegte News oder bei Bildagenturen noch nicht bezahlte Bilder, die dementsprechend noch ein gut lesbares “Wasserzeichen” mit dem Namen der Bildagentur enthalten.
Darauf weise ich hin, sage aber auch das rein technisch dem Umzug nichts im Wege steht.

Die andere Seite scheint nur “Einem Umzug steht nichts im Wege.” wahrnehmen zu wollen und drängt zu größter Eile.
Ich solle mich bitte mit der Agentur abstimmen die unseren Auftritt erstellt.
Also rufe ich dort an und lande bei einem äußerst netten und technisch versierten (Er konnte auf Anhieb mit namensbasierten, virtuellen Hosts beim Apache und mit mod_rewrite etwas anfangen) süddeutschen Webdesigner. (Ich mag süddeutsche Akzente. Außer hessisch. Das versteht man nie.. Sorry :-) ).

Dieser fällt erstmal aus allen Wolken als ich ihm mitteile die Homepage sollte am besten heute Online gehen.
“Aber mit der Person_X in ihrer Firma war doch etwas völlig anderes abgesprochen!” entfährt es ihm spontan.
“Das kann ich mir denken,” sage ich. “Aber von jener Person_X kommt auch die Anweisung.”

Da nichts Hilft entwerfen wir einen kurzen Schlachtplan um die gröbsten Mankos zu beseitigen.
Die Bilder werden kurzerhand bezahlt damit das Wasserzeichen verschwindet, die Lorem Ipsum Textelemente werden ausgeblendet und die News.. Naja, dann gibt es über unser Unternehmen eben vorerst nichts zu berichten..
Der Webdesigner telefoniert noch kurz mit Person_X und teilt ihr mit, das er jetzt die Bilder kauft und wir diese dann auch bezahlen müssen. Egal ob sie später auf der Seite verwendet werden oder nicht.
Knapp 2 Stunden später rufe ich Person_X wieder an und teile mit, das wir soweit wären umzuziehen, dann aber für ca. 10-15 Minuten unter unserer Firmendomain gar keine Homepage liegt.

“Ja, fangt an.” sagt Person_X, bis ihr plötzlich doch eine Frage entfleucht “Ach. Eine Sache noch. Wenn man die Seite z.Z. aufruft kommt ja immer die englische Sprache zuerst. Kann man das so machen, das zuerst die deutsche Sprache kommt?” *kurzePause* “Ach und die PDFs bitte verlinken! Hochgeladen hatte ich die schon. Aber bitte so das da im Text auf der Seite nicht der Dateiname steht.”

Resignation macht sich bei mir breit.. Wieso werden bei jeder neuen Version unserer Firmenhomepage die gleichen Fehler mantraartig wiederholt? Wieso nicht einfach mal 4 Tage mehr Zeit einplanen oder schon von vornherein sich Gedanken machen ob die Homepage nicht evtl. doch schon zur größten Messe unserer Branche fertig sein sollte?
Nein.. Sowas wäre zu einfach und würde zumindest minimale Sachkenntnis von der Materie und etwas Planung erfordern.

Also wieder mit dem Webdesigner telefonieren und ihm die Wünsche von Person_X vortragen.

Dieser fällt diesmal nicht nur aus allen Wolken sondern schlägt auch noch 500m tief in den Boden ein.
“Wir hatten über die Festlegung der Standardsprache extra beim allerersten Termin gesprochen! Da wollte Person_X Englisch haben und hat auch nie etwas anderes gesagt. Die ganze Seite ist darauf ausgelegt. Alle Inhaltselemente sind mit der Standardsprache Englisch anlegt und die deutschen nur als Übersetzung eingehangen. Das dauert min. 2 Tage das zu ändern.”

Ich kenne und verstehe die Problematik und stimme ihm zu. Frage dann aber ob man das nicht via mod_rewrite lösen könnte, da Typo3 einen Parameter an die URL anhängt, der für Typo3 angibt, in welche Sprache die Seiten ausgeliefert werden sollen. Man müsste dann ja nur beim allerersten Aufruf der URL den Parameter für die deutsche Sprachversion anhängen, wenn kein anderer Sprachparameter existent ist. Das wars.
“Ja, sollte klappen.” meint der Webdesigner.

Also suche ich eine Lösung mit mod_rewrite und er pflegt noch die PDFs ein..
Als dies alles nach weiteren 2 Stunden erledigt ist und die Seite auch schon umgezogen wurde, rufe ich wieder Person_X an um Vollzug zu melden und noch ein paar Anmerkungen des Webdesigners weiterzugeben.
Ich frage Person_X ob sie gerade mal 10-15 Minuten Zeit hat, da das Gespräch etwas länger wird. Person_X sagt ja, also fange ich an.
Nach 2 Minuten sagt Person_X dann: “Du, Khark. Ich muss jetzt schlussmachen. Ich habe jetzt hier in 5 Minunten einen Termin auf der Messe. Ich melde mich nachher.”
Person_X legt auf. Ich rufe den Webdesigner an, teile ihm mit, das die Punkte noch nicht besprochen wurden und ich mich morgen darum kümmere. Dann packe ich meine Sachen und gehe.

Es ist eine wahre Freude mit Leuten zusammenzuarbeiten, die keinerlei Organisationstalent besitzen.

Group Policy Management Console (GPMC) mit .Net Framework 2.x/3.x installieren

von Khark am 17. Februar 2009 um 13:52 Uhr

Jeder der mal mit Active Directory zu tun hat, wird über kurz oder lang auch mit Gruppenrichtlinien zu tun haben.
Nun ist der Gruppenrichtlinienobjekt-Editor eher nur rudimentär geeignet.

Aber Microsoft bietet ja zum Glück die GPMC an. Diese ist, finde ich, wesentlich komfortabler da man die Verzeichnisstruktur des ADs sieht und einem nur Gruppenrichtlinienobjekte angezeigt werden.

Nun mag die GPMC in Version 1.0 oder 1.0.2 nicht installieren, wenn man das .Net Framework 1.1 nicht hat. Dieses wird aber standardmäßig ersetzt, wenn das .Net Framework 2.0 installiert.
Die GPMC-Pakete sind einfach zu alt. Diese kennen .Net 2.0 oder höher noch gar nicht.
Aktuell wird gerade das Serive Pack 1 für das .Net Framework 3.5 per Windows Update verteilt..

Der einzige Workaround den man häufig findet ist, alles .Net-Zeugs zu deinstallieren, .Net 1.1 installieren, GPMC installieren, .Net auf Version 2.0 bzw. 3.x bringen.
Damit ist man aber gut und gerne 2 Stunden beschäftigt..
Zudem dürfte es teilw. dauern knapp 700MB an .Net Krams herunterzuladen..

Googlet man etwas tiefer findet man eine Möglichkeit das .msi-Installerpaket direkt zu bearbeiten.
Da aber niemand eine tolle Anleitung hatte und das ganze nur stark komprimiert weitergegeben wurde, veröffentliche ich das jetzt mal hier..

Anmerkung:
Alle Tools gibt es auf der Microsoft Seite. Von woanders würde ich diese nicht unbedingt herunterladen.

Schritt 1) Wir benötigen das Tool “Orca” aus dem Windows Installer SDK.
Also Windows Installer SDK herunterladen, installieren und dann nach C:\MsiIntel.SDK\Tools\ gehen.
Und per Doppelklick auf Orca.msi die Installation von Orca starten.

Schritt 2) Das .msi-Paket der GPMC herunterladen.

Schritt 3) Orca über das Startmenü starten. Per “File” -> “Open” öffnen wir in Orca das .msi-Paket der GPMC.

Schritt 4) Links in der Spalte “Table” wählen wir die Tabelle “CustomAction” aus.

Schritt 5) In der Tabelle “CustomAction” löscht man die Action “BlockOnNoNetFramework”.
Dies heißt: Zeile markieren, Rechtsklick, “Drop Row”, Abfrage bestätigen.

Schritt 6) Über “File” -> “Save” das bearbeitete GPMC .msi-Paket speichern. Orca schließen.

Die GPMC sollte jetzt ohne Problem installieren.
Gemacht habe ich das ganze mit der deutschen GPMC, Version 1.0.2.

Virenscanner

von Khark am 1. Februar 2009 um 17:11 Uhr

Gut, den AVG Free Antivirus von Grisoft kann man auch nicht mehr empfehlen.
Windows XP Pro., SP3 alle aktuellen Updates.

Gestern AVG aktualisiert und jetzt hängt sich der Virenscanner nach dem booten immer mit folgender Fehlermeldung weg:

avgtray.exe – Fehler in Anwendung: Die Ausnahme “Unbekannter Softwarefehler” (0xc0000409) ist in der Anwendung an der Stelle 0x6a116b29 aufgetreten.

Im Forum von AVG habe ich nichts passendes finden können. Herrlich…